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Kikeriki
1-2008

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Ysop – vielseitig und unterschätzt

Ysop (Hyssopus officinalis L.) wird schon in der Bibel erwähnt und gehört wegen seiner klaren Ausstrahlung zu meinen Lieblingskräutern. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum und ist bei uns seit dem frühen Mittelalter heimisch.

Als Tee zubereitet wirkt Ysop schleimlösend bei Husten, krampflösend und leicht harntreibend bei Blasenleiden. Ysop ist ein ausgezeichnetes Gewürz für Geflügel, Kalb- und Rindfleisch. Er schmeckt in Tomatensalat und verfeinert Himbeersirup, Himbeermarmelade, Pfirsich und Marillenkuchen. Man verwendet bei diesem Lippenblütler Blätter wie Blüten frisch oder getrocknet.

Für die Hebräer war Ysop eine Mysterienpflanze. Bei Räucherungen entfaltet der warme, krautige Duft des Ysops seine stark reinigende, klärende und segnende Kraft. Man badete sogar Leprakranke mit „Ezob“ und nutzte damit die antibiotische Wirkung der Pflanze – denn auf den Blättern des Ysop wächst ein Schimmelpilz aus dem Penicillin gewonnen wird.

Im Kräutergarten erfreut Ysop durch seine vorwiegend blauen, rosa und weißen Blüten die Bienen und sieht besonders dekorativ als kleine Einfassungshecke aus.

Liebe Grüße von eurer Brigitte Hofer

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