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Ysop – vielseitig und unterschätzt
Ysop (Hyssopus officinalis L.) wird schon in der
Bibel erwähnt und gehört wegen seiner klaren Ausstrahlung zu
meinen Lieblingskräutern. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem
mediterranen Raum und ist bei uns seit dem frühen Mittelalter
heimisch. Als Tee zubereitet wirkt Ysop schleimlösend bei
Husten, krampflösend und leicht harntreibend bei Blasenleiden. Ysop
ist ein ausgezeichnetes Gewürz für Geflügel, Kalb- und
Rindfleisch. Er schmeckt in Tomatensalat und verfeinert
Himbeersirup, Himbeermarmelade, Pfirsich und Marillenkuchen. Man
verwendet bei diesem Lippenblütler Blätter wie Blüten frisch oder
getrocknet. Für die Hebräer war Ysop eine Mysterienpflanze.
Bei Räucherungen entfaltet der warme, krautige Duft des Ysops seine
stark reinigende, klärende und segnende Kraft. Man badete sogar
Leprakranke mit „Ezob“ und nutzte damit die antibiotische
Wirkung der Pflanze – denn auf den Blättern des Ysop wächst ein
Schimmelpilz aus dem Penicillin gewonnen wird. Im Kräutergarten erfreut Ysop durch seine vorwiegend blauen, rosa und weißen Blüten die Bienen und sieht besonders dekorativ als kleine Einfassungshecke aus. Liebe Grüße von eurer Brigitte Hofer |
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